2011 Mongolia - Altai
25/08/2011
Ein Traum wird wahr. Reiten ohne Grenzen in einer fast endlosen Grossartigen Landschaft. Täler 5 km Breit und 200 km lang und 20 Jurten unterwegs. Kristallklare Seen, unzählige flache Bäche und ein paar reissende Ströme. Wir sind auf 2500 bis 3000 m uM. unterwegs und in der ferne Grüssen imposante Gletscher.
Pferde, Kamele, Yaks, Schafe und Kashmirziegen sowie einzelne kleinrassige Kühe kreuzen unsere Pfade durch Hochmoore und Steinwüsten die herrlich duften. Die Gastfreundschaft der Kasachen ist unglaublich. Ein sehr höflich und leises Volk.
Wir sind endlich nach 12 Tagen in Altai angekommen. Strom und Mobilfunk stehen ab 7:00 Uhr zur Verfügung. Wir können der Familie ein erstes Lebenszeichen senden. Die Reise war abenteuerlich und anstrengend. Das erste weil wir wie auf einem anderen Planeten unterwegs sind mit 30°C über Mittag und minus Graden in der Nacht. Stürmische Winde drücken die Seitenwände des Zelte so ein, dass der Platz drin echt eng wird.
Wir reiten durch endlos scheidende Wüsten und überqueren Gletscherbäche auf den abstrusesten Konstrukten, die hier Brücken genannt werden. Die Pässe die wir erklimmen sind einfache Pfade, auf denen du der Spur der Schafe folgst und wenn du die Spur verlierst, hat der Weg für dich ein Ende.
Anstrengend ist zum einen die Hitze die dir den Gaumen zu Loeschpapier wandelt und zum anderen die Pferde, die unglaublich zäh und anspruchslos sind, aber auch nur mühsam zu was schnelleren als einem Jog zu motivieren sind. So schaffen wir im Schnitt so um die 30 km am Tag und sind abends geschafft, als wenn wir zu Hause 40 km gemacht hätten.
Wir sind gestern in Altai geblieben, haben unsere Ausrüstung repariert und auf unser Ersatzpaket mit Hufeisen und Lebensmittel gewartet. Heute sind wir bei den Adlerjägern um jedes unserer Pferde neu beschlagen zu lassen. Ab morgen sind wir unterwegs Richtung Bayan Olgii.
Das Abenteuer geht weiter. Wir erleben unseren Traum.




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