2011 Mongolei
2011: Mongolei Altai Ritt

Dieses Jahr gehts in die Mongolei. Die Vorbereitungen sind am Laufen und wir haben die Flüge gebucht. Wir haben eine Kontaktadresse in Australien und eine in Bayan Olgii, dem Startort unserer diesejährigen Tour. Aynabek ist eine Freund meines australischen Bekannten Neale Iron, der letztes Jahr während 2,5 Monaten quer durch die Mongolei geritten ist. Neale hat uns mit seinen Tips und Informationen unschätzbare Hilfestellung gegeben, ausserdem konnten wir von ihm noch einiges an Ausrüstung erhalten. Aynabek von BEK-Travel hat sich herrausragend um uns gekümmert und alle unsere Fragen und Informations-Bedürfnisse gestillt. Wir haben 2 Sättel, die wir in die Mongolei mitnehmen und einen Sattel von Neale, den wir dort abholen werden. Die anderen Sättel werden uns von Aynabek gestelt. Es werden mongolische Sättel sein, die mir etwas sehr unbequem vorkommen, aber wir werden sehen. Es ist echt ein Abenteuer uns auf die mehr als 2000-jährige Erfahung von Profi-Wanderreitern ein zu lassen, und uns einfach dieser anderen Kultur zu öffnen. Ende Januar werden die Altai-Reiter sich treffen und sich erstmal kennen lernen, denn wenn auch die Pferde eine Herausforderung sein werden, die kann man tauschen, unser 4 Frauen und 1 Mann-Team muss funktionieren und harmonieren, so dass es über die 4 Wochen Spass macht, auch wenn es entbehrungsreich und anstrengend sein wird. Schliesslich ist es Urlaub.
Ich habe 3 Zelte für 6 Leute zur Verfügung, Marke Eigenbau mit je 700 gr. Gewicht, Satteltaschen, Horntaschen und Bananen wurden gefertigt und die Ausrüstungsliste zusammen gestellt. Verpflegung wurde ermittelt und ausgegoogelt und diverse Kleinteile (Telefon mit Bildern und Videos, Schraubanker zum Anbinden der Pferde, Brenner und Töpfe, Wörderbücher) und nicht zu letzt Landkarten organisiert. Die Karten sind ein grösseres Projekt, da ich versuche die russischen Topokarten auf mein neues Garmin GPSmap 62 zu bekommen. Zur Zeit werden sie kalibriert und zur Routenplanung vorbereitet. Fortsetzung folgt.
25.3.2011
Einiges hat sich getan. Wir weden doch nur zu Dritt, bzw. zu viert sein. Also weniger Gepäck, weniger Ausrüstung, weniger Verpflegung. Aber noch immer mit einem Guide. Mal sehen wie das wird. Zwei Gründe sprechen für ihn. Erstens die Sprache und zweitens die Eisen der Pferde. Nachdem ich gesehen habe, wie die Mongolenpferde beschlagen werden, habe ich entschieden, dass ich mir das nicht antun werde. Also muss jemand dabei sein, der das dann auch kann. Weitere spannende Teile. Der Flugplan der seit Anfang März im Netz steht ist nicht korrekt. Er wird nochmals geändert. Also abwarten und Tee trinken, bis wir wissen, wann wir wirklich in Bayan Olgii ankommen werden. Aber Aynabek ist vor Ort in Ulan Bator und kümmert sich um alles.
Eureka... wir haben 100 Kacheln mit 1025x1025 Pics auf dem Garmin GPS62S und decken damit die ganze Route ab. Es sind russische Generalstabskarten im Massstab 1:200 und 1:100, die wir eingescannt und mit Hilfe von Custom Maps auf das Gerät gezogen haben. Aber all dies wäre nicht möglich gewesen, ohne Thomas, einem Bekannten aus Stuttgart, der sich mit solchen Dingen bestens auskennt. Herzlichen Dank an dieser Stelle. Fortsetzung folgt.
11.7.2011
Noch knapp ein Monat und dann gehts los. Die Pakete sind beide drüben angekommen und die letzten Vorbereitungen sind am laufen. Wir sind gespannt, zu erleben und zu erfahren, wie es wirklich ist, in diesem Land der unendlichen Weiten und ungezählten Pferde. Es ist eine andere Kultur, mit anderen Dimension, was Raum und Zeit betrifft. Die Karten vom Altai sind ausgedruckt und es geht nur noch darum, die eigenen Koffer zu packen (bei mir es sich eher, um das Packen der Packtaschen fürs Handpferd handeln), da ich diese als meinen Reisekoffer zweckentfremden werde, da wir zwar mit 20 kg nach Moskau und Ulan Bator aber nur mit 15 kg nach Bayan Olgii fliegen dürfen. Aynabek wird uns am Flughafen in Bayan Olgii abholen und uns zu unseren Pferden bringen. Diese kommen aus der Gegend um Altai, (wir reiten später dort vorbei) und statt der versprochenen 10 bringt er jetzt doch nur 4 Pferde rauf. Aber wir können diese Tauschen, wenn wir damit ein Problem haben sollten. Es sind 140 km, die die Pferde in 2 Tagen machen, bevor wir sie satteln und auf den grossen Treck gehen. Das ist offensichtlich für ihn kein Problem. Ein anderes Problem ist der Guide. Offensichtlich hat er bisher noch niemanden gefunden. Mal schauen, wer dann schlussendlich mitreiten wird. Wir werden die erste Nacht in seinem Guesthouse verbringen und am nächsten Tag gehts dann hoffentlich los.
In der Zeit, wo wir weg sind, wird sich Silvia um Flash kümmern und hoffentlich auch mal den Issyk-Kul mit raus nehmen. Auf jeden Fall bin ich froh, dass Kathi jetzt Hilfe haben wird, und nicht die ganze Arbeit an ihr hängt.
1.8.2011
Dienstag nachste Woche am 8.8. geht es los. Wir fliegen über Moskau nach Ulan Bator und von dort weiter nach Bayan Olgii. Wir werden etwa 18 h unterwegs sein und dabei 6 h verlieren. So dass wir zur Mittagszeit in Bayan Olgi sein werden.
Dort werden wir vom Guide und dem Fahrer abgeholt und zum Büro der Grenzwache gebracht, wo wir unsere Papiere für die Nationalparks, die wir durchreiten erhalten werden. Von dort gehts weiter zum Guesthouse von Aynabek, wo unsere Ausrüstung auf uns wartet. Unsere Sättel und unsere Verpflegung werden wir dort entgegen nehmen und kontrollieren bzw. auf Vordermann bringen, einkaufen gehen und dann nach dem gemeinsamen Abendessen im Guesthouse übernachten. Aynabek von back-to-bek-tralvel.mn hat uns bisher Informationstechnisch bestens bedient und jetzt auch einen Guide für uns gefunden. Es ist ein junger Mann aus Altai, der dort mit Pferden aufgewachsen ist und die Gegend gut kennt. Er soll auch Englisch sprechen... wir werden sehen, wie gut. Wir sind auf jeden Fall gespannt auf ihn und auf die Pferde, die Aynabek für uns besorgt hat. Die Pferde sind ein weiteres Thema, diese werden nämlich jetzt doch nicht nach Bayan Olgii gebracht sondern werden in einem Tal südwestlich von Olgii an einem Fluss bei Zoost Ereg grasen. Dies hat den Nachteil, dass wir die gesamte Ausrüstung auf den Bus verladen und am nächsten Morgen dorthin transportieren müssen und wir erst dort feststellen werden, was alles fehlt oder abgeändert werden muss. Aber Aynabek hat eh nicht verstanden, was das ganze Theater, um die Sättel und die Rücken der Pferde soll.. er meinte, dass ist doch ganz einfach, die Sättel kommen aufs Pferd, du steigst auf und dann gehts los..... Andere Länder andere Sitten. Wir werden uns einfach in diese Kultur eintauchen lassen und sehen, was dabei raus kommt. 



