Donautrek 2004
Donautrek 2004 - Budapest Offenburg Fotos
Budapest Offenburg Bericht
April 2006 Osterritt Fotos
Bomlitz - Poel, Lüneburgerheide - Ostsee, 350km, 7 Tage
NO is not an option.
350 km durch die Lüneburger Heide nach Poel
in 7 Tagen, 2 Haflinger und 2 Araber

Ostseeritt April 2006 Fotos
Freitag. Ausgeruht und fitt treten wit die Herausforderung der Alpen, den Felbertauern an. Der geteerte Weg fuehrt bis zu einer Pferdeweide, deren Zugang mit einem stabilen Schloss verschlossen ist. Die 2 Braunen, der Schimmel und das schwarze Shetty waren begeistert uns auf ihrer Weide begruessen zu duerfen, nachdem ich den vernagelten Nebeneingang geoeffnet und natuerlich wieder verschlossen hatte. Das Shetty verfolgte uns bis zu einem Weidezaun etwa 300 HM hoeher, zur Begeisterung von Pat, die um ihren Domingo fuerchtete. Der Aufstieg etwa 1100 HM verlief im ersten Teil gemuetlich im Zickzack ueber eine Weide auf einem original Roemersteig. Wir kreuzten ein Hochplateau mit herrlichen Seen und machten dort Pause, waehrend ich den weiteren Weg erkundigte. Es fing zu nieseln an, so dass wir uns entschieden, den kuerzeren aber steileren Weg zu nehmen. Hanspeter hatte uns gesagt, dass es abenteuerlich werden wuerde - er hatte nicht uebertrieben. Ueber Steinplatten, Felsbaender, Geroell und Schotterhalden ging es steil aufwaerts, bis wir ueber ein Schneefeld unterhalb der St. Poeltner Huette 2481 mum rauskamen. Der Wirt freute sich riesig, wir waren die ersten Pferde seit 10 Jahren, die den Nordaufstieg geschafft hatten. Nach einer heissen Erbsensuppe stiegen wir auf der Suedseite ab, wo uns schon nach wenigen 100 m ein Weg, Szabo nannte es eine Autobahn, begruesste. Ueber den Venediger Weg, derselbige gruesste immer mal wieder rueber, kletterten wir ins Tal. Wo wir im Mattreier Tauernhaus Unterkunft fanden. Hanspeters Kraftfutter erwartete uns schon. Abends um 8 stiessen wir mit Christine aus der CH telefonisch mit einem Schnapps an. Tauernhaus Spital Mattrier Tauernhaus 193 km 37 h 7137
Freitag. Ausgeruht und fitt treten wit die Herausforderung der Alpen, den Felbertauern an. Der geteerte Weg fuehrt bis zu einer Pferdeweide, deren Zugang mit einem stabilen Schloss verschlossen ist. Die 2 Braunen, der Schimmel und das schwarze Shetty waren begeistert uns auf ihrer Weide begruessen zu duerfen, nachdem ich den vernagelten Nebeneingang geoeffnet und natuerlich wieder verschlossen hatte. Das Shetty verfolgte uns bis zu einem Weidezaun etwa 300 HM hoeher, zur Begeisterung von Pat, die um ihren Domingo fuerchtete. Der Aufstieg etwa 1100 HM verlief im ersten Teil gemuetlich im Zickzack ueber eine Weide auf einem original Roemersteig. Wir kreuzten ein Hochplateau mit herrlichen Seen und machten dort Pause, waehrend ich den weiteren Weg erkundigte. Es fing zu nieseln an, so dass wir uns entschieden, den kuerzeren aber steileren Weg zu nehmen. Hanspeter hatte uns gesagt, dass es abenteuerlich werden wuerde - er hatte nicht uebertrieben. Ueber Steinplatten, Felsbaender, Geroell und Schotterhalden ging es steil aufwaerts, bis wir ueber ein Schneefeld unterhalb der St. Poeltner Huette 2481 mum rauskamen. Der Wirt freute sich riesig, wir waren die ersten Pferde seit 10 Jahren, die den Nordaufstieg geschafft hatten. Nach einer heissen Erbsensuppe stiegen wir auf der Suedseite ab, wo uns schon nach wenigen 100 m ein Weg, Szabo nannte es eine Autobahn, begruesste. Ueber den Venediger Weg, derselbige gruesste immer mal wieder rueber, kletterten wir ins Tal. Wo wir im Mattreier Tauernhaus Unterkunft fanden. Hanspeters Kraftfutter erwartete uns schon. Abends um 8 stiessen wir mit Christine aus der CH telefonisch mit einem Schnapps an. Tauernhaus Spital Mattrier Tauernhaus 193 km 37 h 7137
Sonntag: Muenchen - Venedig oder genauer Prien - Beluno - San Jon ist zu Ende. Die Hufe haben uns 964 km weit getragen, dabei haben wir in 26 Reittagen 32900 Hoehenmeter erklommen. Das heisst unsere Pferde haben im Schnitt etwas mehr als 35 km plus 1265 Hoehenmeter pro Tag geschafft. Wobei wir die Hoehenmeter meist fuehrend gegangen sind. Unser hoechster Punkt warern der 2640 m hohe Montozopass und Gaviapass
Val Buffalora in seiner ganzen Schönheit. Wir sind am Ziel in San Jon. Scuol. Engadin.
November 2006 Umbrail Pass Fotos
San Jon am Freitag:
Zusammen mit Pete und Christine ziehen wir los nach San Giacomomo in Italien.
In Buffalora kehren Christine und Pete um, und reiten zurück nach San Jon. Wir gehen weiter bis zum Rif. Vale di Fraele am San Giacomo. Es ist kalt, aber es gibt kaum noch Schnee.
Die Wirtin hat Spass an meinem Hut, Stiefel und Mantel.
San Giacomo am Samstag:
Strahlender Himmel. Es wird wärmer. Immerhin 5° C plus. Wir reiten dem See entlang und auf den Umbrail Pass hoch. Von dort hinunter nach Müstair.
Eine fantastische Tour. Aber Sommerreifen im Winter….. uns fehlen die Spikes… kleine Umwege wegen Eis sind notwendig.
Mustair am Sonntag.
Wir überqueren das S-Charls Joch und kehren zurück nach San Jon. Traumhaft.
Aus www.westerner.ch
Gut klassiert in dieser Klasse war auch der französische Trainer Martin Schüler. Ein Name, den man sich merken sollte, er gewann nämlich die neue Klasse Professional Rookie auf JFB Famous Jac und einer 71,5. Das Pferd gehört der Schweizerin Kathi van der Gugten. Doch damit hatte Schüler das Turnier erst so richtig eröffnet, er gewann nämlich daraufhin die Limited Open und belegte in der Open Rang zwei mit je einem Score von 73.
Karpatenritt 2008 Planung
Mai: Mitte Juni geht Szolt nach Siebenbürgen, um die Grenzformalitäten
zu klären. Ich habe inzwischen eine topo CD Rumänien bestellt und
Pachlavan wird diese Woche mit vollem Gepäck ausreiten gehen,
So langsam machen wir uns mit Rumänien vertraut und studieren
Landkarten und Sehenswürdigkeiten. Die letzten Satteländerungen und
Anpassungen und die nächste Woche geht die Packliste raus.
Wir können nicht über die Pässe. Es ist noch zu viel Schnee. Aber wir können trotzdem hoch hinaus. Und tief hinunter. Die Schlucht die zum Safienplatz führt, ist die tiefste der Schweiz. Der Grand-Canyon CH. Wir starten in Tiefencastel um 12 Uhr mittags, und um 1800 sind wir in Davos zum Abendessen auf der LusiRanch. Es gab ein paar spannende Brücken, Wiesner Viadukt, und auch sonstiges. Lawinne, geschlossene Tunels, aber nichts was uns aufhalten kann. Wir bewundern die Kabadiner Hengste, die es dort zu sehen gibt. Am nächsten Tag gehts über Klosters nach Landquart wo wir im Nussloch übernachten. Die Angie und ihr Mann gewähren uns ein Super Quartier. Auch hier gibt es Kabadiner. Allerdings Stuten. Die Angie ist dabe eine grössere Tour zu planen.
Morgens gehts weiter im Trab, 23 km bis Rheinau und dann das Safiental hinauf. Um 11 Uhr sind wir in Rheinau und starten die 45 km bis zum Safienplatz. Herrliche Wege und immer wieder tiefe Blicke ins Tal. Wir übernachten auf dem Hof hoch über dem Tal und schlafen im Heu. Es ist herrlich hier.
Der Glaspass liegt vor uns. Ein gemütlicher Anstieg, wir führen hinauf und auf der anderen Seite wieder hinunter. Wir kommen nach Thusis. Noch ein Aufstieg und dann ist es geschafft. Es ist heiss, und wir haben Durst. Eine herrliche Tour geht zu ende.
22.-24.05.2008 Fronleichnam Fotos
Einige Teilnehmer des DWA Seminars haben das gelernte umgesetzt und einen 2 tages Ritt der Thur entlang geplant und
durchgeführt. Dabei waren Peter Dietschweiler, Patrice Wanner, Olivia Wiederkehr, Pat und ich. 3 Schimmel mit Beschlag und 2 mit Hufschuhen.
(keine weiteren Kommentare, ausser dass die nächsten Ritte mit 5 beschlagenen Pferden durchgeführt werden.)
30.5.08-1.6.08 Thur Ritt Fotos
Eine 2 Tagestour nach Grafenhausen, ganz gemütlich mit 2 Reitgästen und 4 sitzenden Hufschuhen. Alle Bemühungen diese im Sumpf los zu werden sind gescheitert. Es gibt sie doch… die Hufschuhe die halten.
Wir reiten von Wetzikon nach Schänis und übernachten im Solenberg.
3 Stunden Zäune öffnen und schliessen haben etwas Verspätung gebracht
Die Aussichten waren toll, das Wetter auch, die Wege spannend. Neue Erfahrungen,
die Schweiz ist immer wieder für eine Ueberraschung gut.
Dabei sind die Pat mit Domingo, Olivia mit Shavina und Pete mit seinem Criollo.
28.6.-29.6.08 Toggenburg Fotos
Wir sind auf der Heimfahrt nach Hevesh. Wir nehmen eine andere etwas weiter nördlich verlaufende Route und wir kommen gut voran. Unterwegs überholen und 2 Tieflader mit extra breitem Load und entledigen sich dann prompt ihrer Ladung einige Km vor uns mitten auf der Strasse. Well die werden auch nicht pünktlich sein. Die Grenze ist kein Problem und die ungarische Pusta hat uns wieder. Man kann die Strohballen nicht zählen die verstreut auf den riesigen Feldern liegen. Alte Cholchosen Gebäude mit Rieddächern, zum Teil renoviert und in Betrieb, zum Teil ihrem Schicksal überlassen, säumen den Horizont. Schön zu reiten hier, aber mit der Zeit langweilig. Mittags um 2 sind wir in Hevesh und freuen uns Szabo und Olivia wieder zu treffen. Das Wiedersehen wird gebührend gefeiert und bald trifft Pete ein und wir geniessen ein einfaches Mal mit Szolt und seiner Freundin. Um 3 Uhr in der Früh wollen wir aufstehen und verladen.
Es war eine Tolle Zeit. Zurück in die Vergangenheit. Mit äusserst gastfreundlichen Menschen und einer tollen Landschaft. Einem Paradies für Pferd und Reiter. Wir waren 1100 km unterwegs, täglich etwa 45 km und haben etwa 27000 Höhenmeter überwunden.
Die Pferde allen voran mein alter Kämpfer Flash haben sich ganz toll geschlagen, keine Schramme, sei sie noch so heftig, scheinen dem inzwischen 18 jährigen Haudegen was aus zu machen, immer ist er an forderster Front und wird ungeduldig, wenns nicht vorwärts geht. Auch Pachlavan, mit seinen 6 Jahren, hat sich dank Patricias Fürsorge gut entwickelt. Trotz anfänglicher Beschwerden. Aber da muss er durch. Keine Macken mehr mit Flatterplanen und LKW`s und auch Stadtverkehr kein Problem. Er wird gut werden. Er ist ein sehr trittsicheres Pferd und passt auf seinen Reiter auf. Kondition und Erfahrung fehlen ihm noch etwas, dem Schlitzohr. Olivia hatte Pech, dass Shavina die scheinbar unbedeutende Schramme nicht gut verarbeitet hat. Aber sie hat es trotzdem genossen und viele gute Fotos gemacht. Die wir im Flickr separat zeigen werden. Szolt und seine Anja sind eine Klasse für sich. In allen Belangen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön, an meine Familie, die mich hat gehen lassen, an Szolt der die Rittführung mit gemacht hat und an seine Freunde und Familienmitglieder, ohne die das ganze Abenteuer nie hätte stattfinden können. An Pat und Olivia, die meine Macken so gelassen ertragen haben und an die Menschen in Rumänien, die uns bewirtet und verköstigt haben, wie Könige.
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ukaahgrnglsscnop
Flickr-Show: Karpatenritt 2008
Stefan Streit und Regula Bucher kommen mit ihren Hanflingern und Freibergern nach San Juon um mit uns nach San Giacomo zu reiten. Es ist ein wunderschöner Tag als wir in der Früh aufbrechen um, über den Ofenpass und Buffalora ins Val Fraele zu reiten. Im Ristoro San Giacomo übernachten wir und zäumen die Pferde auf zwei getrennten Weiden ein. Wir gehen Essen und machen dann eine Nachtwanderung mit Motorradbegleitung im Val Mora. Um 9 Uhr am nächsten Tag sind wir wieder in SAn Giacomo und unsere Pferde in St. Maria im Münstertal. Alle bis auf Regulas Pferd - sie haben wir bei der Alp Mora gefunden und um 4.00 Uhr in der Früh wieder ihrer glücklichen Besitzerin übergeben. Die anderen drei wurden um 1 Uhr nachts in St. Maria auf einer Wiese grasend angetroffen und ein Bauer hat sie dann in seine Boxen gestellt. Leider gibt es keinen Handyempfang im Val Mora, so dass wir nicht ahnen konnten, dass Flash mit seinen beiden Begleitern nach Müstair runter wollte, um beim Adrian Tschernett zu klingeln, ob dieser ihm nicht eine Ration Kraftfutter rausgeben könnte. Abgehauen sind die vier nachdem der Jimmy nicht nur seinen sondern auch den zweiten Zaun eingerissen hatte, um seinem Besitzer zu folgen, der gerade die Abschwitzdecke gewechselt hatte. Alle sind wohlauf aber etwas müde. Das nächste mal, bekommt Jimmy eine Kuhglocke um den Hals, mit mindestens 25 kg. Und Flash kriegt Kraftfutter mit phosforisierenden Kügelchen, damit wir seine Àpfelchen in der Nacht besser sehen können. Schwamm drüber… es ist nichts passiert.
Wir fahren mit dem Hänger nach Tengen und treffen uns dort. Pete musste leider wegen Schnee mal wieder absagen.Also sind wir zu zweit und reiten an den Hohenewen vorbei Richtung Hohenfels. Hegauer Land - Vulkanlandschaft. Pachlavan hat es fertig gebracht in drei Wochen drei Beschläge zu verlieren. Eine schützende Hand muss uns vor dem Problem in Rumänien bewahrt haben. Auf jeden Fall ist er mit Hufschuhen dabei. Wir schaffen es kaum Teer klopfen zu müssen und machen nur kurz Rast an einem Waldrand. Der Tag ist sehr schön, aber frisch. Wir geben die Zügel den beiden Pferden hin und lassen sie entscheiden, wann sie traben oder galopieren wollen. Zügig gehts voran und um 5 Uhr abends erreichen wir die Eckhardsmühle, wo Gerry und seine Frau schon auf uns warten. Gerry haben wir auf der DWA Konferenz
in Montabaur erst diese Woche kennen gelernt. Die beiden sind dabei eine Wanderreitstation aufzubauen. Tolles Gehöft und wunderschöne Lage. Die beiden stecken da viel Zeit und Liebe hinein. Ein Ritt dorthin ist wirklich lohnenswert. Wir geniessen den gemeinsamen Abend bei einem hervorragenden Wein. Am nächsten Morgen hüllt Nebel die Landschaft ein. Wir nehmen den Weg, den Gerry uns eingezeichnet und und kommen bald ins Krebstal, wo wir wie in einem verwunschenen Wald dem Bachlauf in einer tiefen Schlucht folgen. Nebelschwaden und leuchtendes Laub wechseln sich ab. Nach etwa 40 km, wir traben auf Schotterpiste, hat Pach mal wieder einen Schuh weniger. Also alles halt und zurück, Pat geht vorerst mal alleine, weil es ja nicht so weit sein kann. Nach 10 Minunten, in denen Flash nicht gerade die Ruhe in Pferd war, klingelt mein Telefon, sie hat den Schuh noch immer nicht. Ich habe mein Telefon noch nicht wirklich verräumt, als Flash im gestreckten Galop seinem Kumpanen nachdüst. Endlich nach 3-4 km sehen wir
die beiden, und ich reite noch ein Stück weiter zurück über den Wiesenweg auf dem wir gekommen sind. Aber es gibt hier nichts zu finden. Also wieder zurück und Flash lässt sich wiederum nicht lumpen. Pat hat inzwischen den Ersatzschuh montiert und wir traben den Weg wieder hoch. 50 m vor dem Punkt an dem wir umgedreht sind, liegt der Schuh abseits vom Weg im Gras. Die Pferde wissen inzwischen das es nicht mehr weit sein kann und legen ein flottes Trabtempo vor. Eine Stunde später sind wir wieder in Tengen und fahren nach Hause. Ein toller Ritt mit tollen Gastgebern.
Studium Generale
Diese Reiter beginnen ihren Traum wahr zu machen. Im Morgengrauen durch nebelverhangene Täler ziehen, die Sonne geniessen und Berge erklimmen, Zusammen mit dem Pferd und Freunden, die Harmonie der Natur erleben. Damit dieser Traum in Erfüllung geht, trafen wir uns zum Studium Generale in der herrlichen Landschaft des Unterengadiens. Lernten Gleichgesinnte kennen und diskutieren die Tricks und Kniffe erfahrener Wanderreiter. Dazu Spass und Erfolgserlebnisse auf den genialen Freibergern von San Jon. Drei herrliche Tage. Flickr.Show: http://www.flickr.com/photos/hohbruggch/sets/72157608614429153/show/
Freitag Nachmittag. Wir kommen an im La Closurette, einem tollen Hof, mit schönen Boxen und sehr netten Leuten. Wir drehen noch eine Runde, und entscheiden uns am Hof vorbei nochmals in die andere Richtung zu gehen. Plötzlich oben auf dem Kamm, hört der gepfadete Weg auf und wir stehen im m-tiefen Schnee. Wir entscheiden dem Kamm zu folgen, um dann wieder auf einen Weg zu stossen. Gesagt getan und 36 km später sind wir dann wieder auf dem Hof. Werner kommt dazu und wir geniessen ein herrliches Abendessen dort in der Küche. Am nächstenTag ist es etwas wolkiger, aber am Nachmittag macht der Himmel ab und zu mal auf. Wir essen in Montfaucon zu Mittag, die Pferde stehen in einer Box und knabbern genüsslich am Heu. Zurück beim Hof, lassen wir unsere Pferde nochmals laufen und sie geniessen die 10 km Gallopade genau so wie wir. Nächster Tag strahlender Sonnenschein aber es ist sehr kalt. Wir reiten zum Kutschenturnier und von dort durch einsame Täler wieder nach Montfaucon zum Mittagstisch. Ein herrlicher Tag in angenehmer Gesellschaft.
26.2.-1.3.09 Neun angehende und erfahrene Wanderreiter treffen sich in San Jon um gemeinsam alles Wissenswerte rund ums Wanderreiten aufzuarbeiten. Bei gutem Essen und abwechslungsreichem Unterricht in Theorie und Praxis haben die Teilnehmer viel Spass und kehren nach 3 Tagen zufrieden nach Hause.
9 Wanderreiter treffen sich bei herrlichstem Wetter in San Jon, um alles über den Hufbeschlag und die Erste Hilfe am Mensch und Tier zu erfahren.
Reto Casparis bringt uns alles bei, was wir übers den Hufbeschlag und Hufschutz wissen wollten, uns aber nie zu fragen getrauten. Auch die VET Regula Bucher
beschreibt aus ihrer Erfahung als Wanderreiterin anschaulich, worauf man achten muss und sollte. Den Pferden zu liebe.

2009 April Ostern Entlang dem Jura Höhenweg
Wir starten in Villnachern und machen Pause bei Bitterlis auf der Saalhöhe. Ganz tolle Leute und auch eine besondere Unterkunft für Pferd und Reiter. Wir aber müssen weiter bis nach Wisen, wo wir auf dem Sennhof tolle Quartiere bekommen. Herrliches Wetter und tolle Aussichten auf die Alpen, Eiger, Mönch und Jungfrrau grüssen. Wir kommen gut voran und es macht spass mit der tollen Gruppe unterwegs zu sein. Wir machen Mittag in Bärenwil und kommen zu einem wahren Festgelage nach Niederbipp auf den Galmishof bei Robi Dürst. Ab hier müssen wir dem Jura Südfuss entlang, weil oben noch zu viel Schnee liegt. Aber auch die Strecke ist toll, und die Diniosaurerspuren im Fels waren faszinierend. Wir kommen nach Grenchen, wo wir auf dem Kronwall Hof übernachten und essenmässig sehr gut versorgt werden. Am Montag dann der letzte Abschnitt an Biel vorbei, mit Aussicht auf den See, zum ende der Welt und hinunter nach Diesse. Ein herrlicher Ritt mit fantastischem Wetter, netter Gesellschaft und guten Pferden. Danke auch dem Pete Betschart von der Criollo-Ranch in Morschach, der uns drei sehr gute Pferde zur Verfügung gestellt hat.
ch wollte mich nochmal bedanken für die tollen 4 Tage. War echt super und hat total Spass gemacht mit dir auf dem Ritt, und natürlich auch mit den anderen allen! Noch dazu mit so einem guten Pferd, bzw. mit zwei so guten Pferden… Barbara K.
Bilder entlang dem Jurahöhenweg
Bilder von Reto M und Ester K. unter 2009 Osterritt Album auf Flickr
Lac de Joux Wadtländer Jura
Wir starten am Freitag in der Frühe in Les Charbonnieres und reiten auf dem Höhenrücken dem See entlang nach Südwesten. Dabei kommen wir immer mal wieder nach Frankreich hinein und drehen dann am unteren Ende des Sees nach Osten, wo wir übernachten werden. Am Samstag gehts dann hinauf auf 1500 müm und nach Süden Richtung Gimel. Wir werden vermutlich noch etwas Schnee finden, aber das soll uns nicht hindern. Regula wird mit Ihren beiden Freibergern dabei sein und Pat und ich sind als Begleiter eingeteilt. Am Sonntag gehts dann wieder auf dem Höhenrücken nach Norden zurück zur Ausgangsstation. Uebernachtung im Massenlager oder Heu, oder im Freien.
Oder so wars zumindest geplant. Gelaufen ist es etwas anders. Hauptsächlich wegen meines Fehlers, falsche Seeseite…. hmmm Wanderrittführer ? Aber auch des Schnees wegen. Es waren nämlich noch rauhe Mengen vorhanden. Und die zwangen uns doch immer mal wieder neue Wege zu finden. Wir kamen quer durch den Wald und über offene Weiden, und habe hier und dort unsere Eisen gelassen. Nur vier Stück auf dem Ritt. Aber so hat sich wenigstens Retos Notbeschlag Kurs richtig bezahlt gemacht. Aber am Ende waren wir froh, den falschen Berg gewählt zu haben, denn auf der anderen Bergseite, soll noch mehr Schnee gelegen haben. Wir hatten super Wetter und wild wild West Romantik pur. Wir sind den Wegen gefolgt, aber des Schnees wegen, immer von Grünpatch zu Grünpatch geritten. Die Zäune waren alle unten, so dass diese keine Probleme boten. Wie in Wayoming USA quer über die Prärie und Wälder. Vor uns ein Blütenmeer in Blau und Weiss. Krokusse in voller Blüte. Nur den Pferden hats nicht gepasst, dass die Grasnarbe noch so dünn war. Die beiden Fribis von Regula sind super gelaufen und haben gelernt auch im tiefen Schnee keine Panik zu kriegen. Regula hat ihre zu trainierende Stute am Strick geführt und ihr Reitfribi ist im eigenen Tempo hinter her getippelt. Ein schönes Bild. Die Unterkünfte und die Gastgeber waren ganz toll und der Ritt im Frühjahr oder Herbst auf jeden Fall eine Wiederholung wert. Die restlichen Fotos kommen.
Freitag abend. Wir treffen uns in San Jon bei strahlendem Wetter, um die nächsten beiden Tagen auf den Verlasspferden von Men unterwegs zu sein. Jeder wird die Gruppe eine Stunde lang führen und wir werden die gegenüberliegende Bergseitge erkunden und auch Schloss Tarasp umreiten. Früh um 7 gibts Frühstück und Routenbesprechnung und dann um 8 Uhr gehts los. Die Pferde werden geputzt und aufgesattelt, das Wanderreitgepäck montiert und die Ausrüstung geprüft. Eine Dreiviertelstunde später gehts los, Franco führt die Gruppe hinunter zum Inn und dem Inn entlang gehts nach Sur En und weiter nach San Nicla. Dort queren wir den Fluss und reiten hinauf nach Seraplana und über den Pass hinunter nach Ramosch. Herrliche Aussicht und ein kühles Bier am Campingplatz machen den Ritt zum Vergnügen. Zurück in San Jon wartet ein leckeres Grillmenue auf uns und gemeinsam besprechen wir die Prüfungsfragen aus dem vergangenem Jahr.
Heute brauchen wir nur noch 30 Minuten um fertig gepackt abrittbereit zu sein. Wieder wird das Sattelzeugs geprüft und die Jüngste führt die Gruppe hinunter nach Scuol. Wie ein Profi dirigiert sie die Gruppe über die Strasse und sorgt dafür dass wir sicher und heil unten ankommen. Ueber die Brücke gehts hinauf nach Vulpera und Caposch. Von dort gehts hinauf zum Aussichtspunt Mottana. Leider verperren uns 50 m unter dem Ziel zwei umgestürzte Bäume den Weg und wir müssen wieder zurück. Wir mach oberhalb der Burg Tarasp Rast und geniessen die Aussicht.
Zwei Stunden später sind wir wieder in San Jon und verabschieden uns. Wir werden uns wieder treffen in einem Monat zur Wanderreiter-Prüfung.
Endlich ist es soweit, wir können unsere Tour, die wir letztes Mal abbrechen mussten, weil sich die Pferde zur vorzeitigen Rückreise entschieden haben, durchführen. Wir wollten die drei Schwarzwaldgipfel Feldberg, Belchen und Blauen in einer Tour bezwingen und uns den südlichen Schwarzwald zur Brust nehmen. Start nicht wie beim letzten Mal in Badenweiler sondern in Lenzkirch und das ganze im Gegenuhrzeigersinn. Gemütlich reiten wir von Lenzkirch zum Feldberg und lassen uns nach erfolgreicher Besteigung dessellben in Todtnauerberg zur ersten Uebernachtung nach knapp 40 km nieder. Flash wurde erst gestern geimpft, so dass wir ihn heute schonen mussten. Wir sind kaum getrabt sondern gemütlich im Schritt gegangen. Beim Eingang des Dorfess warten die Stallbesitzer schon auf uns und die Pferde werden auf eine rieseige Hangweide gestellt. Wir geniessen eine Riesenpizza im Lokal auf der andern Hangseite und freuen uns auf den nächsten Tag, der einiges an Herausforderung bringen wird. Pat hat heute mit dem GPS geführt, während ich mit der 50.000er Karte gearbeitet habe. Sie hat den Dreh bald raus, nur die berühmte Pfeilrichtung macht ihr noch ab und an zu schaffen.
Die ganze Nacht kübelt es, Blitz und Donner sind das begleitende Orchester, unsere Pferde stehen ganz oben am Hang unter einigen Bäumen. Es ist noch immer bedeckt und regnerisch als wir am morgen die Pferde füttern und hinunter zum Stall führen. Wir frühstücken und als wir zum Satteln gehen, giesst es mal wieder. Am Stall angekommen, sind die Pferde verschwunden. Schrecksekunde, aber sie haben sich nur ganz eng in die Ecke des Gebäudes gedrückt, so dass sie nicht nass wurden. Intelligente Tiere. Wir satteln auf und starten unsere lange Tagesetappe um Halb Acht. Zuerst gehts zum Belchen, der in etwa 20 km Distanz auf uns wartet, es hört auf zu regnen und es geht flott im Trab dahin. Allerdings stellen wir bald fest, dass viele Wege, die als Abkürzungen auf der Karte vermerkt sind, nicht mehr existieren und so werden aus den geplanten km immer mehr. Wir traben etwas flotter und harren der Dinge die da kommen werden. Auf dem Belchen geniessen wir die kaum vorhandene Aussicht und ein Müsliriegel, um dan die verschwitzten Pferde schnellstmöglich von dem zugigen Plateau etwas tiefer auf eine Grasnarbe zu führen. Wir machen Pause und essen etwas und führen die Pferde den schmalen Weg weiter hinunter. Noch weitere 15 km bis zum Blaue, also los gehts, die Wege werden besser und endlich können wir einigen Höhenlinien folgen.Um 2 Uhr nachmittags haben wir den Blauen erreicht und können jetzt die letzte Etappe des Tages in Angriff nehmen. Da jetzt 2000 hm hinter uns liegen und das Gelände vor uns nur noch hügeliger Natur ist, lassen wir die Pferde laufen. Pachlavan hält super mit und ist inzwischen gleichauf mit Flash, nur das gleichmässige Durchhaltevermögen hat er noch nicht. Er spurtet zwischen durch immer mal wieder los, überholt Flash um dann wieder zurück zu fallen. Flash läuft wie wenn ich ein Federgewicht wäre und wir kommen gut voran. Es hat aufgeklart und ab und zu sticht die Sonne doch ganz schön. Wir kommen an Lamas vorbei, die wie Puddel geschoren sind und finden zufällig eine weitere Wanderreitstation auf dem Weg. Natürlich muss es sein, dass Pach jetzt ein Beschlag verliert und wir neu Nageln müssen. Und immer wieder müssen wir die Wege freischneiden, damit unsere Pferde unter den Bäumen durchkommen. Die Zeit verrinnt. Wir rufen bei unseren Gastgebern an, denn wir werden etwa 2 h länger brauchen, als vereinbart. Hügelzug um Hügelzug kommen wir unserer Station näher und um 8 Uhr abends nach 12 einhalb Stunden sind wir entdlich in Hasel. Die Pferde haben 80 km mit 3000 Höhenmeter geschafft. Wir satteln ab, duschen die Pferde und bringen sie auf die Koppel, wo Heu und Gras und später ein wohlriechende Portion Kraftfutter auf sie wartet. Die Gastgeber eine ganz tolle Familie, kocht uns ein Abendessen und wir legen uns müde aber zufrieden ist Heulager.
Die Pferde sind klar, trotz der Strapatzen es gestrigen Tages. Wir erneuern die beiden hinteren Beschläge bei Pachlavan und wir nehmen die nächste Tagesetappe mit nur 40 km um Halb 10 unter die Hufe. Ruhig ziehen wir unserer Route entlang, heute müssen wir uns nicht sputen. Wir ziehen dem Schwarzbach entlang und wollen eigentlich auf den Höhenzug hinauf, aber auf dem Wanderweg ist ein Baum so ungünstig über den Weg gefallen, dass wir keine Chance haben, weiter zu kommen. Also umkehren und die Teerstrasse hinauf, bis wir wieder einen Einstieg haben. Wir erreichen die Alb und traben dieser das ganze Tal hinauf bis wir - verschwitzt und müde vom gestrigen Tag - kurz vor 18 Uhr unsere Station in Innerurberg erreichen. Die Gastkeber kennen uns noch vom letzten mal, und für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die Pferde geniessen die Nacht in der Box und Pach hat am nächsten Morgen prompt angelaufene Beine.
Der letzte Tag führt uns hinauf Richtung Schluchsee und wir sind auf spannenden Wegen unterwegs. Pach überklettert inzwischen jeden Baum und hält auch am 4. Tag super mit. Es ist drückend heiss und das Wetter macht mir zu schaffen. Wir kürzen einige Strecken und finden sogar eine Gaststätte, wo wir uns mit kühlenden Getränken versorgen. Das GPS zeigt 196 km und 7000 Höhenmeter als wir schon um Halb Vier nachmittags in Lenzkirch wieder eintreffen. Flickr-Show

Den Freitag verbrachten Pat und ich damit, die Route für den Prüfungsritt abzureiten, damit nicht wieder Bäume uns zur Umkehr zwangen. So konnten wir diese Ecke erkunden und die schönsten Wege für den Prüfungsritt raussuchen.
Am Freitag Abend trafen sich die 8 Wanderreiter aus der Schweiz und Italien in San Jon um Ihren Prüfungsritt und die Theorieprüfung zu absolvieren, für die sie nun 8 harte Tage gearbeitet hatten. Spannung lag in der Luft, als die Theorie-Unterlagen im Schulungsraum oberhalb des Saloons ausgehändigt wurden und die Prüfung begann. Eifrig wurde geschrieben und gerätselt, was wohl mit der Frage gemeint sein möchte. Nach der Theorie präsentierte jeder der 8 Teilnehmer seinen geplanten Wanderritt, von einer wöchigen Tour rund um die Zentralschweiz, über Ritte im Tirol und im Solothurner Jura bis hin zum Gestütsritt in Norddeutschland wurden alle Register gezogen. Bei einem Glas Himbeeren Likör, gestiftet von der mitleidenden Pat, entspannten sich dann die Nerven und man konnte zum gemütlichen Teil übergehen.
Um 7 Uhr war Frühstück und 7.30 wurden die Pferde gesattelt, mit Gepäck für den 2 tägigen Ritt im Engadin, welches sich heute nicht von der normalen sonder eher von der regnerischen Seite zeigte. Flash auf jeden Fall, suchte sein Heil in der Box, als er fertig gesattelt eigentlich davor hätte warten sollen. Aber was einen nicht umbringt, härtet einen ab und so führten wir die Pferde hinunter nach Scuol, um dort mit dem Prüfungsritt zu beginnen. Jeder führte die Gruppe für knapp 2 Stunden und musste unterwegs praktische Aufgaben lösen. Im einem Hotel unterwegs, genossen wir unseren Lunch, im trockenen. Alle meisterten Ihre Aufgaben mit bravour und so gelangten wir bei Nieselregen nach Lavin, wo uns der Bauer bereits erwartete. Im hervorragenden Hotel Crush sassen wir gemütlich beisammen, wärend es draussen duschte.
Wir alle schliefen im Heu, einige ganz Harte legten sich sogar in den Geräteschuppen auf den Boden, um dort die NAcht zu verbringen. Es schneite bis auf 100 m Höher hinunter, und die Schlafsäcke mussten ihr Bestes geben, sonst hat man gefrohren. Die Pferde aufgesattelt strahlte uns ein standart Engadiner-Himmel mit Sonne und Wolken entgegen und die Jüngste führte die Truppe dem Inn entlang hinauf ins nächste Dorf. Zurück ging es flott bergan, die Pferde schien das bessere Wetter zu motivieren, oder vielleicht war es auch nur das Wissen, dass es nach Hause ging - auf jeden Fall gelangten wir unter der Führung der nächsten 3 Reiter sicher und rechtzeitig in San Jon an, um dort die Diplome und Auszeichnungen entgegen zu nehmen. Unsere Greta aus Tirol, die Jüngste der Truppe, hatte allen die Show gestohlen und die Prüfung mit der höchsten Punktzahl bestanden.
Am Donnerstagmorgen sind wir nach einem guten Frühstück auf San Jon (Scoul) (wo es immer eine ausgezeichnete Verpflegung und ausgesprochen nette Menschen gibt) mit Sack und Pack aufgebrochen. Auch wenn es mir noch am Abend zuvor ein Rätsel war, wie ich mein Gepäck in den Satteltaschen verstauen sollte, habe ich doch alles untergebracht und als ich das erste Mal auf Domingo saß, war ich überglücklich - andererseits gab es nach dem Aufsteigen auch kein Zurück mehr. Ich hatte kaum eine Vorstellung von dem, was mich erwarten und wie gut ich die angesetzten 40km pro Tag schaffen würde. Als wir nach ca. 30km wunderbaren Berglandschaften, einigen Murmeltieren, schönen Alpenblumen, einer kleinen Mittagspause und ein paar Schneefeldern kurz vor dem Ziel waren, konnten wir nicht weiter, weil unser Weg nach den Ofenpass ins Val Fraele durch einen Abrutsch nicht weiter zu begehen war. Also mussten wir ein großes Stück des Weges wieder zurück. Peter hat jetzt ein zügiges Trab-Tempo vorgelegt und ich war nur froh, dass die Pferde auch in unwegigem Gelände so trittsicher sind, weil ich damit beschäftigt war, den Ästen auszuweichen, die unseren Weg überragten. Was wir noch nicht wussten, war, ob der alternative Weg überhaupt passierbar ist. Gut, dass Pat, Peter und auch die Pferde in dieser Situation entspannt geblieben sind (ich somit auch). Gegen halb sieben sind wir, nach einer längeren Galoppstrecke und einem kurzen Fußmarsch, im Val Fraele in der Unterkunft St. Giacomo angekommen. Dort musste erst noch die Koppel für die Pferde aufgebaut werden, bevor wir endlich Abendessen konnten. Noch nie haben mir die Spaghetti so gut geschmeckt, wie an diesem Abend. So sind aus den geplanten 40km am ersten Tag 50 km geworden und abends habe ich jeden einzelnen Muskel gespürt. TAG 2: Am nächsten Morgen ging es weiter in Richtung Alpe Trela. Diesmal konnten wir unser Gepäck im Quartier lassen, weil wir am Abend wieder nach St. Giacomo zurückkehrten. Wir wollten den Canale Torto raufreiten, was nicht ging, weil uns Lavinenabgänge einen Strich durch die Rechnung machten. So mussten wir über den Pass hinunter nach Livigno und dem See entlang zur Alpisella. Wir ritten in den Canale Torto hinein und ein steiler Weg führte hinauf über eine wackelige Brücke und zu weiteren Schneefeldern. Teilweise konnten wir nicht darüber, weil sie eine zu große Fläche des Weges bedeckten und der Fluss darunter durchführte. Deshalb mussten wir große Stücke über Geröllhalden zurücklegen, auf denen man nie wirklich Halt gefunden hat. Ich musste immer schauen, dass mein Pferd hangabwärts von mir läuft, damit es im Falle des Falles nicht auf mich tritt, was schwierig war, weil ich selbst immer wieder nach unten gerutscht bin. Diese Geröllhalden und das ständige auf und ab war das anstrengendste, was ich auf diesem Wanderritt erlebt habe. Landschaftlich gesehen war dieser Tag ein Traum. TAG 3: Aufbruch in Richtung Val Müstair. Wir hatten einige Trabstrecken vor uns, auf die ich mich richtig gefreut habe, diesmal gab es keine Schneefelder. Wir sind zum Scale See und den Scale Türmen geritten und haben die Aussicht genossen. Die meisten der Wege dort wurden von Mousollini im zweiten Weltkrieg gebaut. Eine seltsame Vorstellung dort zu reiten. Die herausragendste Erfahrung an diesem Tag war, dass wir durch einen völlig dunklen Tunnel hindurch geritten sind. Es waren gut 200 m, die wir passieren mussten. Wieder einmal war ich froh, dass die Pferde keine Panik bekamen und ich vertrauen konnte. Super fand ich an diesem Tag den Ritt im Fluss aufwärts. Ich mag das Geräusch und das Gefühl, wenn die Pferde durchs Wasser gehen. Ganz besonders ist das! Als wir gegen Abend durch Sta. Maria, weiter nach Müstair ritten, war ich sehr beeindruckt von dem Charme der beiden Städte. Außerdem befindet sich in Müstair das Kloster St. Johann, das zu den UNESCO Weltkulturerbestätten gehört. In Müstair hatten wir eine wunderschöne Unterkunft, abends waren wir noch zusammen einkaufen und haben uns später ein gutes Essen gekocht. TAG 4: Im Vergleich zu den anderen Tagen, haben wir nur ein relativ kurzes Stück vor uns. 25km. Über den Cruschetta-Pass zurück nach S-Charl. Am Mittag machen wir auf dem Pass noch eine kurze Pause und dann sind wir auch schon fast am Ziel. Schade, wir waren doch gerade erst losgeritten! Als wir die Pferde im Hänger hatten und gen Heimat fuhren, hatte ich das erste Mal Zeit zu realisieren, was ich in den letzten Tagen alles erleben durfte. 180 km und 3500 Höhenmeter. Ich bin an meine Grenzen gekommen, konnte sie überwinden und selbst meine Erwartungen wurden übertroffen. Herzlichen Dank an Peter, Pat, Domingo, Flash und Pach, denn nur mit der erfahrenen Leitung und den Gelände(Alpen-)sicheren Pferden konnte solch ein Ritt stattfinden. July Bayer
Kentaur-Kurs vom 27.06. – 28.06.2009 auf der Hohbrugg, Schleitheim
Ganz gespannt, was uns wohl alles erwartet, sind wir am Samstagmorgen Richtung Schaffhausen aufgebrochen. Nach einem kleinen Umweg sind wir dann in Schleitheim gelandet und herzlich von Pat, Nicole und Peter empfangen worden. Zuerst vermittelte uns Peter die spannende Theorie über die Kommunikation mit dem Pferd. Um die Sprache der Pferde zu verstehen, durften wir dies an den drei Arabern auf dem Sandplatz üben und integrieren. Die drei Pferde und die drei Pferdeflüsterer hatten eine riesen Geduld mit uns und haben uns auch unterstützt. Am Nachmittag übten wir auf dem Rücken der Pferde das, was wir am Morgen am Boden gemacht haben. Wir „spielten“ mit den Tieren fleissig und spürten immer mehr, dass wir ja selber den Schlüssel zum Erfolg sind. Das machte so riesigen Spass, dass wir am Ende des Tages richtig k.o. waren. Und das von so wenig Bodenarbeit mit Pferden. Für die physischen und psychische Regeneration wurde gut geschaut. Abends genossen wir den feinen Hirsch und Fisch vom Grill und liessen den Abend mit dem selbstgemachten Himbeerkuchen und Himbeerlikör von Pat ausklingen. Am Sonntag konnten wir nach einem reichhaltigen Frühstück, das am Samstag gelernte nochmals wiederholen. Diesmal ging es schon besser. Und wir wurden mit jeder Stunde mutiger und sicherer mit den Pferden. Nach dem Mittag durften wir die drei Araber bereit machen für einen Ausritt. Unser Wissen und Können wurde nun auf Probe gestellt. Während Pat und Peter die beiden Haflinger ritten, durften wir drei die Schimmel reiten. Wir waren sehr stolz und danken Pat und Peter für ihr Vertrauen. Es ist nicht selbstverständlich, dass wir „Greens“ diese edle Tiere reiten durften. Der Ausritt führte uns durch Flur und Wiesen. Und unsere Augen konnten sich an der ungewohnten Natur richtig satt sehen. Zwischen drin konnten wir galoppieren und den flotten Schritt der Araber geniessen. Richtig zufrieden liefen wir im späten Nachmittag bei Peter wieder ein und konnten, nach der Pferdedusche, zum Abschluss ein kühles Bier geniessen. Um halb sechs abends fuhren wir wieder heim voller wundervoller und unvergesslicher Erinnerungen. Wir haben zwar (noch) keine Pferde, werden aber ganz sicher bei jedem unserer nächsten Ritte immer wieder üben und üben. Auch unser Traum vom eigenen Pferd wurde weiter gestärkt. Dank Peter, Pat und Nicole sind wir bereit, wenn unser Traum sich erfüllt, die Pferde zu verstehen.
Wir danken Pat, Nicole und Peter für das wunderschöne und unvergessliche Wochenende.
Die Innerschweizer Fraktion Kilian, Cornelia und Barbara
Zu viert waren wir unterwegs. Uebernachtet haben wir bei Maitre in Emibois. Super Gastgeber.
Jederzeit zu empfehlen. Wir hatten Spass mit viel Schnee, netten Leuten und tollen Pferden.
Bilder : http://www.flickr.com/photos/hohbruggch/sets/72157623485405786/show/
5.9.2009 Lottstetten: Plakettenpflicht für Pferde
In Lottstetten müssen Pferde ab sofort eine Plakette tragen. Damit sollen die Pferde und ihre Reiter identifizierbar werden. Der Gemeinderat hat die Plakettenpflicht für Pferde erlassen, nachdem es im letzten Herbst und Winter zu Auseinandersetzungen zwischen den Reitern und der Bevölkerung gekommen war. Die Lottstetter Bevölkerung hatte protestiert, da die Gehwege derart mit Pferdeäpfeln übersät waren, dass sie nicht mehr unfallfrei begehbar waren. Mit der Plakettenpflicht erhofft sich der Gemeinderat nun eine Entschärfung der Situation. Jedes Pferd in Lottstetten muss neu mit einer Nummer am Halfter gekennzeichnet sein. Wer sich weigert mit einer Plakette zu reiten, kann von der Gemeinde gebüsst werden.
Das muss nicht sein... Gehwege und Fahrradwege sind tabu für Reiter. Der Grund dafür ist simpel. Die Strassenkehrmaschinen sind in der Lage mit dem Pferdemist fertig zu werden. Auf den Gehsteigen und Fahrradwegen fahren die Maschinen nicht, dort muss der Mist in der Regel von Hand entfernt werden. Die Konsequenz für falsches Verhalten ist, dass die Lotstetter Reiter jetzt allen Pferdemist überall auflesen dürfen, und ortsfremde Reiter Probleme bekommen, weil sie ohne "ordentliche" Plakette durch Lotstetten reiten....
Einen schönen Abend verbrachten 20 Wanderreiter aus der ganzen Schweiz am Wanderreiter Treff vom 13. März in der Hohbrugg.
Bei vorzüglichem Essen lernten sich die verschiednen gestandenen und angehenden Wanderreiter kennen und genossen anschliessend die Swisscross Shwo 2009, in der in eindrücklichen Bildern die Tour durch die Schweizer Alpen gezeigt wurde. Fragen über Beschlag und Zaumzeug, Sattelpad, Packgewicht etc. wurden beantwortet und viele Kontakte geknüpft. Es hat allen Spass gemacht und das Treffen wird auch nächstes Jahr wieder stattfinden.
Osterritt oder wie man ein Pferd aus dem Sumpf befreit.
Wir waren zu 5. Ein Warmblutschecke, 2 Karabachen und 2 Araber. Ein flottes Gespann, zumal am letzten Tag, der Schecke uns allen gezeigt hat,
wo die Harke hängt. Er hat sich mal einfach ins Zeug gelegt und ist den Berg hoch galoppiert, wie wenn er uns alle los werden wollte.
Aber der Reihe nach. Wir haben uns im Hegau verabredet und sind von Aach aus dem Krebsbach entlang zur Eckhardsmühle geritten.
Die einigen ganz gemütlich mit so 25 km, die anderen etwas schneller mit 40 km. Das Krebsbachtal ist wunderschön romantisch und der Schecke
(als eingetragenes Dress-UR-Pferd) hatte seine erste Konfrontation mit weicher Uferböschung. Die gut überwunden, hatte er sichtlichen Spass
an den weiteren Durchquerungen des Krebsbaches. Die Karabach Stute war anfangs etwas nervös, aber vom Reiter sehr gut kontrolliert
und Flash hatte das Gefühl er müsse sein Winterpelz mit samt Gepäck auf der Wiese kurz loswerden. Wir erreichten die Eckhardsmühle
pünktlich und genossen ein herrliches Abendessen, nach dem die Pferde in Paddock und Box hervorragend untergebracht waren.
Erste HIlfe..... Hilfe....
Schon beim Gedanken daran, schauerts den einen oder anderen. Aber dieser Workshop setzte noch einen obendrauf. Lebensecht geschminkt lagen die Verletzten in der Gegend rum, und ohne Anweisung, was zu tun sei, wurde man mit der Unfallsituation konfrontiert... und mit seinen eigenen Emotionen und Aengsten und den anderen Kursteilnehmern. Ein bunter Haufen, mit Krankenschwester und Büromenschen. Aber so ein Unfallerlebnis schweisst zusammen und nach der ersten Manöverkritik funktionierte die Zusammenarbeit schon sehr gut.
1. Szene: Die Verletzte liegt im Stall, getroffen von den HInterhufen des Pferdes, mit Prellungen im Gesicht und im Beckenbereich und am Bein. Es galt die Verletzte zu betreuen, die bald auch noch bewusstlos wurde, das Pferd zu sichern, und den virtuellen Hubschrauber einzuweisen. Ganz schön was zu tun, auch wenn an nicht alleine mit der SAche konfrontiert ist.
2. Szene - 5. Szene: Herzinfarkt, Epileptiker, HInrschlag, Sturz vom Pferd eines Diabetikers
6. Szene: Mit Motorsäge im Baum abgestürzt, offener Bruch des Unterarms, Fraktur des Schinbeines, Bewusstlos, Schnittwunde am anderen Arm, es regnet und es dauert 20 Minuten bis der Notarzt da ist, und wir haben nur unser Verbandszeugs dabei.....Improvisation und Ideen sind gefragt.
Fazit: Viel Gelernt über den Umgang mit der Situation, dem Verletzten, Kommunikation, und den Helfern. Sehr guter Kurs, umbedingt empfehlenswert.
Schwarzwald Auffahrt 13.-16.5.2010
Regen, den ganzen Tag war angesagt, als ich am Donnerstag in aller Frühe Richtung Heuweiler bei Freiburg fuhr. Dass es dann auf der Höhe Feldberg auch noch zu schneien begann, fragte ich mich schon, ob ich mir dies wirklich antun wollte. Aber ich hatte zugesagt und bin ja kein Weichei, das wegen so ein bisschen Regen absagt. Also weiter, nach Ankunft in Heuweiler, werden entgegen dem ursprünglichen Plan, die Pferde im Offenstall gesattelt, (man möchte ja wenigsten trocken aufsteigen) und die zusätzlichen 7 km unter den Teppich gekehrt. Wir brachen auf und ritten rüber nach Batzenhäuschen, von wo wir eigentlich hätten starten wollen. Die Wege waren tief und es ging nur harzig voran, bis wir endlich auf der Strecke Richtung Hausach waren. Es regnete nur ein einziges Mal, den ganzen Tag. Die Pferde liefen erstaunlich gut und trotz einiger Kartenfehlern (fehlende Wege) kamen wir gut voran. Des schlechten Wetters wegen, sind wir sogar 2 x eingekehrt und haben uns aufgewärmt. Um halb Acht uhr Abends, nach 65 km und 10 h Reitzeit sind wir endlich in Hausach angekommen, duschen die Pferde mit warmem Wasser und versorgen sie in einem Unterstand. Pach ist so hungrig, dass er sogar Flash angiftet, der offensichtlich nicht auf Streit aus ist und dem Jüngeren einfach Platz macht. Auch wir fallen hungrig über das Vesper her, dass uns die netten Wirtsleute zubereitet haben. Die Ferienwohnung wurde für uns aufgeheizt und ich fühle mich 3 Jahre zurück versetzt, auf die Cercen Alm, wo wir auch nach einem fürchterlichen Regentag, die Socken vor dem Kachelofen in der Küche getrocknet haben.
In der Frühe am nächsten Morgen, geniessen wir das Frühstück beim Bauern in der Küche und reiten los Richtung Oberkirch, quer durch den Schwarzwald, zuerst nach Norden und später nach Westen Richtung Rheinebene. Heute ist das Wetter etwas besser, es schüttet nicht mehr wir aus Kübeln und ab und zu sieht man sogar ein Stück Landschaft. Wir haben heute nur etwa 50 km zu bewältigen und lassen es gemütlich angehen. Auch heute kehren wir ein, und geniessen die Suppe bzw. auf einer Waldlichtung in einem kleinen Restaurant die heisse Wurst mit Brot. Uebringens erfuhren wir dort, warum das Wetter seit so langer Zeit so miserabel ist..... und laut der Wirtin auch so bleiben wird.... bis ... ja bis der Kachelmann wieder frei kommt. Gegen 1700 Uhr abends erreichen wir dann den Westernstall in Oberkirch. Flash hat sich ein Eisen aberupft, ich muss den Notbeschlag anbringen (mein Marathon Kunststoffteil aufnageln) und nach der Dusche bekommen die Pferde ihre Box mit Heu und später Kraftfutter. Wir hingegen fahren rüber zur Freundin von Pat, die uns ein köstliches Mal zubereitet und wo wir noch lange Stories austauschen, bis wir dann endlich müde ins Bett fallen.
Wir bekommen das Auto und fahren zum Stall, um die Pferde zu füttern und Brötchen einzukaufen. Der Bäcker ist noch etwas müde, oder er versteht den Dialekt, den die Pat spricht nicht, auf jeden Fall kriegen wir eine Hand voll Brötchen mehr, als wir eigentlich geplant hatten. Wir fahren zurück und satteln nach einem reichhaltigen Frühstück auf, heute guter Dinge, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht komplett durchnässt ankommen werden. Es sind heute nur etwa 40 km bis nach Biberach (Froschbach) und wir gehen die Strecke zügig aber mehrheitlich im Schritt an. Erst etwa nach einer Stunde meldet sich Flash das erste Mal zum freiwilligen Trab und ab da lassen wir die Pferde laufen, wann immer sie wollen. Einzig so schön Kopf an Kopf, wie wir es mit Domingo und Flash schaffen, geht es noch nicht so ganz, weil Pach es vorzieht hinter Flash zu bleiben und wenn er nach vorne kommt, er von diesem immer heftig angegiftet wird. Aber auch dass wird sich geben, da bin ich sicher. Kurz vor Froschbach habe ich noch eine kleine Diskussion mit der Karte, die hier Wege aufzeigt, dies es noch nie gegeben hat und später mit einem Bauern, der frech behauptet, es gäbe keinen Weg über sein Feld, obwohl dieser nach Karte und auch nach Gelände offensichtlich da gewesen sein muss. Aber wer nicht will hat gehabt, und so schütteln wir den Staub von den Füssen und reiten auf der Teerstrasse Richtung Froschbach wo wir auf dem Schwendehof toll aufgenommen werden. Die Chefin hat ein Programm um die Ohren, da hätten andere schon längst schlapp gemacht aber sie hat noch Zeit uns zu erklären, wo wir was zu essen bekommen, sie zeigt uns die Fahrräder mit denen wir zum Restaurant fahren und bringt uns eine Isomatte, damit ich im Reiterstübchen auf dem harten Boden besser schlafen kann. Pat geniesst es auf dem Fahrrad mal vor mir zu sein, irgenwie hat ihr Velo einen Ganz mehr als meines, und so gewinnt sie das Rennen zum Abendtisch.
Heute wird es sogar warm werden, 17 Grad sind versprochen und ich ziehe mich entsprechend an. Wir sind zeitig los, denn es verspricht wieder ein langer Tag zu werden, und ich möchte ja noch mit Isik-Kul ausreiten, wenn wir in Heuweiler angekommen sind. Wir reiten also durch Biberach, und müssen auf den Fahrradweg über die einzige Brücke über die Enz und gelangen so bald auf den Kandel-Höhenweg, wo es dann flott daher geht. Heute sind mehr Leute unterwegs, so dass wir nicht wie in den letzten Tagen, halbstundenweise und mehr durchtraben können, sondern wir müssen immer mal wieder durchparieren, um die Fussganger und Wanderer im Schritt zu passieren. Iregenwann hat es Flash dann geschnallt und er bremst jetzt schon von selber ab, 30 m bevor wir die Leute passieren. Aber genauso schnell fällt er dann auch wieder in Trab, unabhängig davon ob Pach, die Leute auch schon überholt hat oder nicht. Den Teil müssen wir noch üben. Wir kommen gut voran und die 65 km sind um 1600 Uhr gepackt. Wir stellen die Pferde auf die Weide und Pat schnappt sich den Red (Isik) während ich Domingo im neuen Rieser Sattel reiten darf. Wir drehen nochmals eine 60 MInuten Runde durch den Wald und ich freue mich an Red, der schon echt sauber unter Patricia läuft und ein tolles Reitpferd zu werden verspricht.
Wir starten bei uns auf der Hohbrugg. Um 8 war angesagt. Aber Irren ist menschlich und so hat der Mechanike von Pats altem Mitsubishi wohl vergessen, Wasser und Oel nach zu füllen, bei der letzten Inspektion. Auf jeden Fall stand Pat mit rauchendem Pajero im Höllental und wartete, bis der Dampf verzogen war. Mit 2 Stunden verspätung starteten wir dann nach Lustdorf zum Stall von Olivia, die mit Shavina mit reiten wollte. Es nieselte immer mal wieder und es war noch angenehm kühl als wir über die Nohlbrückke den Rhein querten und dann über Marthalen an die Thur ritten. Wir folgten der Thur auf über 25 km und mussten dann nur noch einen Berg hinauf, zum Heldhof, wo Olivia uns mit Spagetthi den Hunger vertrieb. Die Etappe am nächsten Tag war kürzer, so dass wir es gemütlich angehen konnten und auf schönen Wegen bei schon warmem Wetter kamen wir so gegen 18 Uhr in Rindalen bei Ruedi und Rahel an. Die beiden bewirteten uns vorzüglich und die Pferde genossen die Weide am Waldrand. Der nächste Tag sollte wieder eine längere Etappe bringen und so brachen wir nach reichlichem Frühstück um 8 Uhr auf, zusammen mit dem 4. Schimmel. Rahel begleitete uns für den Vormittag. Der Tag war lang und heiss, die Pferde müde und die vielen Reitverbotschilder entlang der Töss an den Nerven zerrend. Nicht ganz nachvollziehbar, was die Leute sich da gedacht haben, das eine Ufer für die Skater und Radfahrer und das andere für die Fussgänger zu reservieren. Die Pferde sollen sich wohl in Luft auflösen oder zumindest auf der Hauptstrasse tingeln. Da die Fussgänger eh dem Teerweg den Vorzug gaben und wir uns leider nicht beamen konnten, haben wir halt die eine oder andere Tafel übersehen. Wie andere Reiter offensichtlich auch. Müde und schwitzend kamen wir um 19.00 Uhr in der Tössegg an, wo Conny uns herzliche bewirtete und wir die Pferde auf einer Weide unterstellen konnten. Am Sonntag waren es dann nur noch knapp 50 km bis wir wieder zu Hause waren. Pach lief sehr gut, auch Shavina war absolut fit und hatte keine Probleme mit der Strecke, nur Flash hatte dann am vierten Tag doch Mühe und lief am LImit. Wir werden ihn etwas schonen müssen, die nächsten Wochen, damit er Kräfte sammeln kann für die Pyrenäen.
Bilder: http://www.flickr.com/photos/hohbruggch/sets/72157624104360805/show/with/4681574792/
Ein schönes Wochenende liegt hinter uns. Carol Wolfer aus Herrlisberg (Schweiz) mit Adrian Ihrem Freund aus Patagonien und drei Mitreitern waren für den Samstag und Sonntag angekündigt. Aber Pläne sind dazu da, dass man sie ändern kann. Am Freitag Morgen ruft Carol an und teilt mit, dass sie ein Problem habe: der Stall in dem ihre Truppe am Freitag bis Sonntag hätte unterkommen sollen, stünde aktuell unter Wasser. Ob ich helfen könne. Natürlich können wir helfen...
Aber der Reihe nach.Carol ist mit Ihrer Truppe seit einer Woche unterwegs. Der Muli, der als Packpferd gedacht war, kann in letzter Minute nicht mit, und wird gegen eine Haflingerstute getauscht, die jedoch noch nie als Handpferd gegangen ist. Noch eine kleine Beschäftigungstherapie für die Rittführerin. Sowie so eine Woche, die es in sich hatte, denn es war kein Tag, an dem sie trocken blieben. Dauerregen Tag ein, Tag aus. Umwege mussten in Kauf genommen werden. Ein Pferd rutschte auf der nassen Strasse aus und riss sich eine Arterie am Gelenk auf.. Tierarzt musste auf den Platz. Genäht und ab dann hiess es, das Pferd führen, im ströhmenden Schiff.
Dann regnet es am Donnerstag Abend und Nacht, so heftig, dass der Regen durchs Stalldach hinein drückt, und Schlafsäcke und Matten durchnässt werden. Die gleichen 120 l/m2 die in Trasadingen den Stall überfluteten, der dem Trupp am Freitag und Samstag hätte als Unterkunft dienen müssen.
Die 5 Reiter nehmens mit Humor. Es kann nur noch besser werden. Sie satteln auf und reiten die Pferde nach Herdern, wo die Pferd ein einem Händlerstall untergebracht werden können. Anschliessend packe ich die 5 Reiter ins Auto und fahre zur Hohbrugg, wo erst mal nasse Klamoten gewaschen, Schlafsäcke aufgehängt und Schuhe getrocknet werden. Nach einer trockenen Nacht fahre ich die 5 wieder zurück zu ihren Pferden und sie reiten zum Stall nach Trasadingen, wo sie am Nachmittag dann wieder abgeholt werden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön der spontanen Hilfe des Händlers in Herdern. Auf dem Hof in Trasadingen spielt sich aber gerade ein anderes Drama ab, ein Pferd mit Kollik, der TA ist vor Ort. Keine Zeit und Stress pur.
Wir holen die Pferde mit dem Hänger und bringen die ganze Gruppe zur Hohbrugg, Am Samstag abend kommen dann weitere 10 Gäste zur Grillparty, die wegen dem unsicheren Wetter in der Scheune im Reiterstübchen stattfindet. Es hat Spass gemacht.
Am Sonntag reiten wir zum oberen Luggen und durchs Kletti wieder zurück zum Hof und welch ein Ereignis: Es regenet mal nicht und die Erkenntnis dämmert: Reiten kann man also auch bei trockenem Wetter. Am Sonntag Nachmittag werde Sättel und Geschirr geputz und Pferdehufe gepflegt und geschnitten und die neue Truppe bereitet sich seelisch und moralisch auf das bessere Wetter der nächsten Woche vor. Die Reise wird noch 10 Wochen dauern, und die Gruppe durch die gesamte Schweiz führen. Morgen reiten sie übers Zelgli nach Büttenhart und von dort Richtung Graubünden.
Wir wünschen always happy trails